Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die erste Zeit in den USA


Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, jetzt bin ich schon um die zwei Monate hier!

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, es ist schon wieder so viel passiert seit ich hier bin.
Die ersten Tage war ich einfach nur beeindruckt davon, wie groß und amerikanisch hier alles ist. Die schnurgeraden Straßen, das flache und weite Land, die Häuser, die Leute, das Essen, die Schule mit dem school spirit, ……… einfach alles.


Ich verstehe mich super mit meiner Gastfamilie und fühle mich echt wohl und so langsam auch „zu Hause“ auf der echt riesigen Ranch. An einem Wochenende haben sie mir ihr ganzes Land gezeigt was unheimlich groß ist und ich hab schon so viele wilde Tiere aller Art  hier gesehen.
Auf unserer abenteuerlich anmutenden Rundfahrt, die mal so ungefähr 2,5 Stunden gedauert hat und wir wirklich nur auf dem Grundstück der Gastfamilie unterwegs waren, sichteten wir verschiedenes Dammwild, viele Truthähne, Hasen, eine Klapperschlange, eine Tarantel, so eine Art Gürteltier, Kojoten und alles Mögliche….
Wir fuhren über sehr unwegsames Gelände und hatten an unserem großen Pick-up auch noch einen Hänger mit Wildfutter für die Hirsche, aber das Beste war – meine 14-jährige Gastschwester Abby fuhr das ganze Gefährt durch die „Prärie“ wie wenn´s nix wär!

Mein erster Schultag war der 25. August und mein zweiter Tag in den USA, weswegen ich auch anfangs so unglaublich müde war. Aber insgesamt lief alles gut und schon nach ein paar Tagen, habe ich mich einigermaßen zurechtgefunden. Ich bin gleich voll in den „Highschool-Alltag“ eingestiegen und habe relativ schnell die ganzen Räumlichkeiten und viele Leute der Schule kennengelernt (obwohl ich mir die meisten Namen immer noch nicht merken kann).
Ich starte meinen Tag immer schon um sieben Uhr mit „Band practice“ vor Schulbeginn, dafür aber im Sonnenaufgang, was echt cool ist. Leider bin ich deshalb auch wieder so extrem müde. 
Meine erste Stunde ist dann „Government“, das einzige Fach das schwierig ist, danach hab ich nochmal ne Stunde „Band“. Zwischen dieser und der nächsten Stunde haben wir eine kurze Pause und „Pass“.  In „Pass“ hat man zwanzig Minuten Zeit, in denen man Hausaufgaben machen kann. Dann folgt eine Stunde, in der wir etwas über Medien machen.Vor der Lunch-Zeit, die echt kurz ist, habe ich „Live time Nutritions", in dieser Stunde lernen wir etwas über Ernährung. Schon zweimal haben wir etwas gebacken, aber ganz ehrlich - meistens machen wir nichts und es ist wie eine zusätzliche Pause. Nach dem Lunch hab ich noch „English“,“ Math“, „Physik“ und „Art“. Ich war zuerst in „Algebra“, aber weil das so einfach war, hab ich zu „Pre Callculus“ gewechselt , was immer noch viel einfacher ist wie in Deutschland, „Physik“ ist auch wirklich nicht schwer. Dieser Stundenplan wiederholt sich jeden Tag. 
Die meisten Lehrer sind mega nett und haben ein viel besseres Verhältnis zu den Schülern.
Obwohl das Meiste viel einfacher ist, hab ich trotzdem jeden Tag viele Hausaufgaben und muss für Tests lernen, denn so ziemlich alles wird benotet. Mit der Sprache habe ich glücklicherweise keine Probleme.
Meine Gastmutter arbeitet zusammen mit meiner „Local Coordinatorin“ an meiner Schule, was ich eigentlich ganz gut finde, weil ich immer einen Ansprechpartner habe. Außerdem fährt meine Gastmutter den Schulbus, das ist richtig cool!

Außerhalb der Schule spiele ich auch jeden Sonntag im „Wichita Falls Youth Symphony Orchestra“  in Wichita Falls, was echt mega Spaß macht. In diesem Jahr feiern Sie sogar ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie/wir spielen tolle Stücke und es sind sehr nette Leute dabei, ich bin echt glücklich, dass ich die Möglichkeit habe hier mitzuspielen.
Genauso viel Spaß macht es, mit der Band an den Footballspielen zu musizieren. Auch wenn das Instrument etwas ungewöhnlich ist für eine Marchingband, bin ich echt froh, so ein Teil davon sein zu können. Wir hatten auch schon unseren ersten Marching-Contest. 


Außer der anderen „PPP-Stipendiatin“, ist an meiner Schule auch noch eine Austauschschülerin aus der Ukraine, mit ihr verstehe ich mich echt gut. Gemeinsam mit ihr (Valerie), habe ich ein deutsches bzw. europäisches Gericht für meine Gastfamilie gekocht. Wir waren echt stolz auf uns, dass wir das so gut hinbekommen haben und, dass es allen gut geschmeckt hat.

Das gute deutsche Essen ist wirklich etwas, was ich vermisse. Ganz dem Klischee nach, gibt es hier eben viel Fastfood und natürlich kein leckeres, knackiges, fluffiges Brot.
Am Wochenende essen wir meistens gemeinsam mit den Großeltern im "Village Kitchen" Lunch, hier gibt es rund um die Uhr Frühstück, burger, mexican food und so Allerlei verschiedenes.
Die Großeltern wohnen gegenüber dem kleinen See auf der Ranch, im "Loghouse", das sehr schön und traditionell eingerichtet ist. Sie sind sehr nett und haben mich, wie auch meine Gastfamilie herzlich aufgenommen. Ich fühle mich sehr willkommen und hatte deshalb (und auch aus Zeitmangel) noch keine Minute Heimweh. (Sorry Ihr Lieben zu Hause, hab Euch trotzdem lieb!)

Vor kurzem hatten wir hier einen Sturm, wie ich ihn vorher noch nicht erlebt habe. Es war etwas gruselig, da ich alleine zu Hause war und irgendwann auch der Strom ausgefallen ist. Erst am nächsten Morgen haben wir gesehen, dass riesige Äste von den Bäumen gefallen sind, in den nächsten Tagen hatten wir dann echt viel aufzuräumen.  


Letztes Wochenende waren wir auf der "Big Church Night Out", das war ein Konzert auf dem Pop-Gruppen mit christlichen Texten gespielt haben. Das Konzert war in einer großen Konzerthalle, die ganze Stimmung und alles hat mir soooo gut gefallen!
Das Event war auch zur Unterstützung einer Hilfsorganisation für afrikanische Kinder, d.h. man konnte ein Kind mit einem Dollar pro Tag sponsern. Wenn man schnell genug war das zu unterschreiben, bekam man die Möglichkeit die populärste Gruppe nach dem Konzert zu treffen (haben die natürlich geschickt gemacht). So haben wir nach dem Konzert backstage noch ein Autogramm und ein Foto von den „Newsboys“ und Blanca ergattert. 

Das waren jetzt mal so ungefähr die Ereignisse der letzten Zeit, ich hoffe ihr habt euch gefreut mal zur Abwechslung was von mir zu hören. 


Bis zum nächsten Mal…..  
Eure Elisa  : )



Einer der wunderschönen Sonnenaufgänge während Band practice

Der Haupteingang meiner High School
Big Church Night Out






Mein erstes Football game








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